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Endometriose - interne und externe Behandlungsmöglichkeiten

Osteopathischer Ansatz bei Endometriose

Weltweit sind etwa 10% (190 Millionen) der Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter von Endometriose betroffen (1), und die Zahlen steigen (2). In der osteopathischen Praxis mit Schwerpunkt auf der Gesundheit von Frauen werden wir täglich mit Patientinnen konfrontiert, deren Leben durch chronische Unterleibsschmerzen während der Menstruation, beim Geschlechtsverkehr, beim Stuhlgang und/oder beim Wasserlassen sowie durch daraus resultierende Unfruchtbarkeit, Depressionen oder Angstzustände stark beeinträchtigt ist.

Im Durchschnitt dauert es jedoch immer noch fast 7 Jahre, bis die Diagnose gestellt wird.
Derzeit gibt es keine bekannte Heilung für Endometriose, und die Behandlung zielt in der Regel auf die Kontrolle der Symptome ab. 

Dieser Kurs behandelt Endometriose anhand der 5 osteopathischen Modelle.
Es ist wichtig, die Pathophysiologie und die Auswirkungen dieser Erkrankung auf Frauen zu verstehen.

Es werden Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung – schulmedizinisch und osteopathisch – sowie aus der osteopathischen Praxis/Erfahrung vermittelt.

Da Schmerzen und Entzündungen sowie daraus resultierende Verwachsungen und eine verminderte viszerale Beweglichkeit sehr oft die Hauptmerkmale der Endometriose sind, werden osteopathische Ansätze sowohl im fluidalen als auch im biomechanischen Modell hervorgehoben.

Es werden interne und externe Techniken gelehrt.
Hier soll auch Raum gegeben werden, um gerade Probleme bei der Anwendung interner Techniken zu diskutieren, zu verfeinern und Problem dabei miteinander zu lösen-egal wieviel Erfahrung jeder/jede Therapeutin mitbringt.

Der Ansatz konzentriert sich auf funktionelles osteopathisches Denken und manuelle Fähigkeiten und gibt nur einige Anregungen, wie eine Verbesserung der Ernährung oder des Hormonstatus eine zusätzliche Unterstützung sein könnte.

Ziel des Kurses ist es, die Pathophysiologie, die Auswirkungen auf den Körper und Behandlungsansätze zur Schmerzlinderung und Steigerung der Lebensqualität unserer Patientinnen zu verstehen.

Symptome wie tiefe Dyspareunie, Dyschezia, sekundäre Dysmenorrhö und insbesondere Dysurie werden erläutert.

Der dritte Teil des Kurses vermittelt einen Eindruck davon, wie Osteopathie Patienten vor und während einer IVF-Behandlung unterstützen kann. Es werden Ideen dazu vorgestellt, wann eine Behandlung angewendet werden sollte und welche Aspekte dabei zu beachten sind.

Anmerkung: Es werden nur 4 männliche Kollegen zugelassen, um ein gutes Üben zu garantieren.

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/endometriosis

1) Hudelist, G., Fritzer, N., Thomas, A., Niehues, C., Oppelt, P., Haas, D., Tammaa, A., & Salzer, H. (2012). Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: Causes and possible consequences. Human Reproduction, 27(12), 3412–3416. https://doi.org/10.1093/humrep/des316

2) Abdessamie S, Czuzoj-Shulman N, Abenhaim HA. Maternal and Fetal Outcomes Among Pregnant Women With Endometriosis. Presented at: ACOG 2024 Annual Clinical and Scientific Meeting; May 17-19, 2024; San Francisco, California.

Kursdetails

Datum (Beginn) Freitag, 19.06.2026 09:00
Datum (Ende) Sonntag, 21.06.2026 13:00
Kosten 550,00 €
Sprache Deutsch
Zielgruppe OsteopathiestudentInnen ab dem 4. Kursjahr und fertige OsteopathInnen
Kurszeiten Tag 1 und 2: 09:00-13:00 und 14:00-17:30/18:00 Uhr
Tag 3: 09:00-13:00
Ort WSO - Wiener Schule für Osteopathie

Vortragende